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Servicemeldung

TNS-Emnid-Studie: Alexa wird bei den Deutschen so schnell kein neues Familienmitglied

  • 61 Prozent der Deutschen können sich elektronische Haushaltshelfer mit Sprachunterstützung nicht vorstellen
  • Mehr als die Hälfte der Bewohner in Sachsen sind sprachgesteuerten Geräten gegenüber aufgeschlossen
  • Die Hälfte der 14- bis 29-Jährigen findet digitale Assistenten spannend

Bochum, 14.12.2017. Gehandelt werden sie als Milliardengeschäft der Zukunft: Digitale Assistenten und sprachgesteuerte Geräte sollen unsere zukünftigen Begleiter im Haushalt werden. Alexa kennen bereits viele Amazon-Fans und Siri gehört bei manchen Apple-Nutzern schon zum Freundeskreis. Auch zahlreiche Haushaltsgeräte werden immer kontaktfreudiger. Die elektronischen Multitasking-Talente wollen uns das Leben erleichtern. Immer freundlich, ansprechbar und auskunftsfreudig warten sie auf unsere Aufträge. Ganz nach Wunsch steuern sie das Smart Home, kennen die Wettervorhersage, spielen auf Zuruf Musik, lesen Nachrichten vor, bestellen Waren, verwalten Termine und managen unseren Terminkalender. Aber möchten das die Bürger wirklich?

61 Prozent wollen keine digitalen Helfer im Haus

Vonovia, eines der führenden deutschen Wohnungsunternehmen, wollte es genau wissen und hat bei den deutschen Verbrauchern nachfragen lassen. Für die TNS-Emnid-Studie wurden im Zeitraum vom 9. bis 10. November 2017 über 1.000 Personen aus allen Alters- und Berufsgruppen sowie verschiedenen Regionen des Landes befragt. Mit spannenden  Ergebnissen. Auf die Frage „Können Sie sich vorstellen, elektronische Geräte einzusetzen, die Sie mithilfe von Sprachbefehlen steuern können?”, antwortete knapp ein Drittel (37 %) der Deutschen mit „Ja”. Davon denken 29 Prozent darüber nach, sie künftig für den eigenen Haushalt anzuschaffen. Und tatsächlich setzen erst acht Prozent elektronische Haushaltshelfer mit Sprachunterstützung ein. 61 Prozent wollen aber mit dem Thema nichts zu tun haben. Interessant: Die weiblichen Befragten können sich digitale Assistenten eher vorstellen (31 %) als die Männer (26 %).

Junge Leute haben Lust auf die digitale Welt

Wie erwartet springen junge Leute eher auf das digitale Thema an als ältere Mitbürger. So bildet die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen mit 51 Prozent Befürwortern die stärkste Fanbase von Alexa & Co., gefolgt von den 30- bis 39-Jährigen (41 %). Die Altersgruppe 40 bis 59 Jahre rangiert mit 33 Prozent am unteren Ende. Das Schlusslicht bildet die 60+-Generation mit immerhin noch 29 Prozent – 70 Prozent sind sich hier einig: Die neue Technik kommt nicht ins Haus.

Sicherlich befürchten zudem viele Verbraucher, dass sie ihre Daten und Gewohnheiten an Unternehmen weitergeben, eventuell Hackern in die Hände fallen oder anderweitig manipuliert werden könnten. Das betrifft aber in der Regel eher die älteren Bürger. Nach Schulbildung analysiert gehören nämlich, laut TNS-Umfrage, wieder die Schüler mit 53 Prozent zu den technikaffinsten Konsumenten. Gefolgt von Menschen mit Universitätsabschluss oder Abitur (43 %), mittlerem Bildungsstand (37 %) und Volks- bzw. Hauptschule (29 %). Was z. T. auch daran liegt, dass die digitalen Helfer ein relativ großes technisches Verständnis voraussetzen und immer noch zu den Luxus-Artikeln gehören.

Sprachsteuerung spricht Großverdiener an

Größere Unterschiede und ein heterogenes Bild ergab die Emnid-Untersuchung bezüglich des Einkommens: So sind digitale Assistenten für die einkommensstärkste Gruppe mit mehr als 3.500 Euro netto am attraktivsten. 43 Prozent beurteilen die Vorstellung, in ihrem Haushalt sprachgesteuerte Geräte einzusetzen, positiv. An zweiter Stelle rangieren allerdings Verdiener mit einem deutlich geringeren Einkommen von 1.000 bis 1.500 Euro (41 %) gefolgt von den Gehaltsklassen 3.000 bis 3.500 Euro (39 %) und 1.500 bis 2.000 Euro (37 %). Verdiener mit 2.500 bis 3.000 Euro netto (22 %) belegen den letzten Platz.

In Ostdeutschland sind die Menschen technikaffin

Auch in den einzelnen Bundesländern scheinen die Meinungen zu den digitalen Helfern auseinanderzugehen. Vor allem in Ostdeutschland nimmt das Thema Fahrt auf. 40 Prozent stehen ihm positiv gegenüber, während es im Westen nur 36 Prozent sind. Die fortschrittlichsten Verbraucher mit den geringsten Bedenken gegenüber der „schönen neuen Welt” leben demnach in Sachsen-Anhalt. 62 Prozent finden sprachgesteuerte Geräte in Ordnung, 25 Prozent können sich solche Helfer gut in ihrem Leben vorstellen und 37 Prozent haben sogar schon eines im Einsatz. Damit liegen sie bundesweit unangefochten auf Platz Eins der Alexa & Co.-Fans. Den zweiten Rang besetzen die Menschen in Sachsen mit einem Zuspruch von 52 Prozent. Wobei sich hier 48 Prozent digitale Geräte für ihren Haushalt vorstellen können und nur drei Prozent schon welche besitzen.

Ebenfalls sehr aufgeschlossen und modern sehen es die Bewohner in Hessen: 47 Prozent fürchten sich nicht vor den digitalen Assistenten. Im Gegenteil: Bei 21 Prozent sind sie bereits im Hause aktiv und 26 Prozent können es sich konkret vorstellen. An vierter Position rangieren die Hamburger mit 41 Prozent Zustimmung. Gefolgt von Niedersachsen (40 %), Bayern (40 %) und Nordrhein-Westfalen (39 %). Den letzten Platz teilen sich Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 16 Prozent.

Großfamilien sind aufgeschlossener als Singles

Auch nach Haushaltsgröße betrachtet, ergeben sich kleine Diskrepanzen. So scheinen die Paare ohne Kinder ebenso wie die Großfamilien mit jeweils 40 Prozent Affinität das Thema spannender zu finden als Singles (31 %) oder Drei-personenhaushalte (32 %). Am größten ist das Faible für elektronische Geräte mit Sprachsteuerung bei Familien mit mehr als vier Personen: 34 Prozent zeigen durchaus Interesse. Dennoch überwiegt auch hier die Skepsis: Für 59 Prozent sind die Hightech-Geräte keine Option.


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